Die Kanzlerfrage

Die Kanzlerfrage geht in die neue Runde – Deutschland such die neue Angie. Doch – wer wird es sein und wer ist der Richtige?

Es ist wichtig, das die Union Zeitgeist beweist und auch die aktuellen Umweltschutzprobleme angeht, nähert sie sich jedoch zusehr an die sozialistischen Grünen an droht ein weiterer Wählerverlust der Union an jene Partei. Auch würde das die deutsche Autobranche in den langfristig in den Abgrund zwingen, einen der bedeutensten Arbeitgeber nach der Corona-Rezession verabschieden. Warum? Viele Automarken aus anderen Ländern können Elektroautos herstellen, das Monopol wankt und Verbrener bestehen aus mehr Komponenten – mehr Komponenten bedeuten mehr Produktion und mehr Arbeit; mehr Arbeit bedeutet mehr Arbeitsplätze. Auch ist strittig, ob Elektroautos wirklich aufgrund des Batterieimports die optimale Lösung sind, zumal die seltenen Metalle für Elektronikkomponenten bereits rar werden, Windräder generell unbeliebt sind und die Wasserkraft für ein Massensterben der Fische in der Isar sorgt, während überflüssige Gülle und Stroh die Felder überdüngen und das Trinkwasser gefährden. Viel besser wäre hier der Ansatz von Biogas, das jenes in großen Mengen im eigenen Land hergestellt werden kann, somit Transportwege ausfallen, und die Umwelt, nicht zuletzt auch dank hocheffizienter Abgasnachbehandlung (92 – 97 %), ideal geschont wird, während die Umrüstungskosten nur ein Bruchteil der Anschaffungskosten eines Elektroautos betragen. Auch E-Fuels wären eine Alternative, da hier das CO2 aus der Umwelt in Treibstoff verwandelt wird.

Die Kanzlerfrage ist auch eine Frage des Fortbestands der Politik der Mitte. Die Grünen nahe Organisation Fridays for Future verlangte bereits in einem offenen Brief eine Bekennung zum Sozialismus, leider wird oft vergessen das Umweltschutz keine „one party show“ ist und auch im gutbürgerlichen Lager statt finden kann, ohne dass man radikale Schritte wie die Abschaffung des Verbrenners unternimmt. Ein reines Hinterhereifern der Grünen durch die Union verstärkt nur den Wählerverlust. Es ist für die Union von großer Bedeutung sich für den Umweltschuz auszusprechen, aber sich zugleich auch von den Grünen klar in der Methodik abzugrenzen und seine eigenen besseren Methodiken wirken zu lassen, somit auch das große konservative Lager nicht zu vergessen, ihn aber nicht nach links zu verrücken, sondern die eigenen Werte nicht zu verraten und dennoch Umweltschutz zu betreiben. Dieser wäre dann sogar noch effizienter.

Welcher der Kanzlerkandidaten diesen Spagat leisten kann wird sich wohl herausstellen. Falls er nicht gemeistert wird, wäre es strategisch sinnvoller sich den konervativen Wählern weiter anzunähern und eine große Randpartei zu werden.

Natürlich stellen auch die Grünen einen Kanzlerkandidaten, aber sobald sie auch die radikalen Vorschläge wie der Verabschiedung des Verbrenners und andere Alternativen abschaffen, wird sich das Blatt wenden und zahlreiche Wähler abspringen. Es ist alles eine Frage des aktuellen Trends, der deutsche Wähler ist jedoch sehr bequem und schränkt sich nur ungerne ein. Sobald die Grünen zu restriktiv werden wird der Wind von einer anderen Seite blasen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s