Chinas Invasion der Wirtschaft

SVolt ist eine Ausgründung des chinesischen Autobauers Great Wall Motors. Bereits im Sommer letzten Jahres hatte das Unternehmen mitgeteilt, in Deutschland Kapazitäten schaffen zu wollen. Die Zellen für Autobatterien beziehen die deutschen Autokonzerne bislang ausschließlich von asiatischen Herstellern, die nach und nach Kapazitäten in Europa aufbauen.

Aus: Die Chinesen kommen, Der Tagesspiegel vom 16.11.2020

China hat das Geschäft der erneuerbaren Energien fest in seienm Griff. Trotz Milliardeninvestments europäischer Autokonzerne konnte die Übermacht aus Fernost nicht gestürzt werden.

BMW nimmt einen großen Teil der CATL-Zellen ab, sodass eine Produktion von SVolt ebenfalls für BMW nicht in Frage kommt; für Mercedes produziert die chinesische Farasis im sachsen-anhaltinischen Bitterfeld-Wolfen die Batteriezellen, berichtet der Tagesspiegel.

Bereits in dem am 21.03.2020 in der Perspektive erschienen Artikel „Globalisierung – Eine Kultur erobert die Welt“ wurde dies schon vorhergesehen:

Ausbeutung durch Länder | Nur das diese Ausbeutung auch ihre Kehrtwende nehmen kann, da diverse Länder daran arbeiten, die Verhältnisse zu ändern. So muss jedes Unternehmen, das in China produzieren will eine Kooperation mit einem chinesischen Unternehmen eingehen und die vollständigen Produktions-, Konstruktions- und Forschungspläne dem chinesischen Partner zur Verfügung stellen – einem Partner also Know-How schenken, der in einem Land ist, das den Urheberschutz nicht gerade als oberste Priorität behandelt… sind ja auch nicht die Eigenen Erfindungen aus dem eigenen Land, wozu auch?

Das Problem ist, das man so den einzigen Vorteil exportiert, den man hat. Das Wissen und die Forschung. Wenn chinesische Unternehmen auf dem selben Stand sind, sind sie auch nicht mehr auf die ausländischen Partner angewiesen und können die Produkte selbständig kopieren, produzieren, etnwickeln und veraufen, ohne das ein westliches Unternehmen, das das Produkt für teures Geld erforschen hat lassen davon profitiert – was den Preis für kopien tief hält, da man das Kuchenstück der ausländischen Unternehmen ja aus dem Kuchen Gesammtpreis streichen kann.

Auch hat man eine Basis um selber Forschungen anstellen zu können. Hier spielt die unterschiedliche Mentalität eine Rolle. Während hier durch den Einfluss von Gewerkschaften die Arbeitsverhältnisse und Ulaubstage streng geregelt und auch auf das Wohl des Arbeitnehmers ausgelegt sind und zudem ein hoher bürokratischer Zeit- und Kostenaufwand besteht, können Länder ohne jenes natürlich viel schneller eine neue Technik durch die Angestellten erforschen lassen, wodurch sie auf lange Sicht die ausländische, unsere, Forschung überholen werden, was sich zum Beispiel bereit sin der Solartechnik deutlich zeigt.

Zwar äußtere sich BMW Anfang des Jahres, dass man durch getätigte Milliardeninvestments stets die Oberhand in der Forschung behalten wolle und lediglich aufgrund der Produktionskosten in China produzieren, dennoch zeigt sich ein klares Bild: China ist Marktführer in Forschung und Produktion bei Solarzellen und Batterien. Lediglich die in Deutschland erforschten Recycling-Kraftstoffe könnten noch die Wende bringen, da sie viel effizienter sind als Batterien, was die Energiespeicherung betrifft, und Solar, was die Energiegewinnung betrifft.

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