US-Wahl 2020: Wahllokale schließen

Es ist kurz vor der Wahl – und zahlreiche Wahllokale für Briefwahlen in Texas schließen bereits kurz nach ihrer Öffnung. Der republikanische Gouverneur Greg Abbott hat die Wahllokale auf eine Station pro Landkreis beschränkt. Der Grund: Verschärfte Sicherheitsprotokolle bei der Wahl.

Der Vorwurf der Manipulation von vergangener Wahl

Präsident Trump hatte öffentlich erklärt, dass bei der letzten Wahl Stimmzettel seiner Partei gezielt vernichtet wurden und zur Überwachung der Vorschriften vor Ort eingesetzte Deligierte nicht sämltiche Schritte der Auszählung und Weiterleitung der Stimmen mit überwachen durften. Der Präsident hatte daher dazu aufgerufen die Stimme öffentlich abzugeben, da bei Wahlversammlungen aufgenommene Bilder zur Zählung der Stimmen aufgrund der hohen Transparenz leichter überprüft werden können.

Vorwurf der Wahlunterdrückung

Die Schließung zahlreicher Wahllokale hat nun zur Folge, dass Menschen in Ballungszentren und bevölkerungsreichen Regionen oft einen weiten Weg zum nächsten Abgabeort der Stimmzettel haben. Dies kann natürlich zu einer Präferenz der öffentlichen Wahl führen. Die Demokraten in Texas bezeichnen die Änderung der Sicherheitsprotokolle kurz vor der Wahl als „eklatante Taktik der Wählerunterdrückung“. Gilberto Hinojosa unterstellt den Republikanern jene Novellierung nur durchzuführen, da man Angst habe bei der Wahl zu verlieren. Da demokratische Wähler statistisch gesehen vor allem in Städten wohnen könnte man versuchen, jenen die Wahl zu erschweren.

Die Macht der Masse

Dahinter könnte jedoch auch ein ganz anderes Ziel stecken. Es könnte versucht werden ein psychologisches Phänomen zu nutzen: Das „Mitläuferphänomen“. Da die republikanische Wählerschaft nahezu geschlossen hinter Trump steht und es eine Stärke Trumps ist Massen zu mobilisieren könnten so noch unentschlossene Wähler sich in die Masse der republikanisch gesinnten Wähler anschließen.

Öffentliche Wahlen per Handzeichen haben allerdings eine alte Tradition und sind auch weiterhin in Ländern mit stark ausgebildeter Demokratie wie der Schweiz stark verbreitet. In der Regel wird von Verteidigern der öffentlichen Wahlen angefürt, das der Bürger eine gewisse Grundbildung habe, die ein Mitlaufen bei Wahlen verhindere und politisch Desinteressierte schließlich nicht nicht zu Wahlen gingen.

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