Welttag zum Gedenken des transnationalen Sklavenhandels

Die Vereinten Nationen legen den 23. August als den Welttag der Erinnerung an den internationalen Sklavenhandel fest.

Die Geschichte

Nicht nur in den Vereinten Staaten, schon auch in Europa waren Sklaven sehr beliebt. Am preußischen Hof wurden entführte Kinder aus Afrika großgezogen und als Diener benutzt; so genannte „Hofmoren“. Beim kriegerischen Einfall in aftikanische Länder wurden Kolonien gegründet und geplündert. Stammesfürsten wurden bei „Staatsbesuchen“ betrunken gemacht und zur Unterzeichnung von Verträgen gedränkt, oder afrikanische Soldaten und Stammesmitglieder gegen das Feuerwasser und Gewehre mit Munition getauascht. Andere afrikanische Zivilisten einfach von Soldaten umzingelt, entführt und versklavt. Dörfer wurden niedergebrannt und Menschen wie Tiere behandelt. Ein dicker Nasenring, wie er beim gefleckten Weidefieh üblich ist, wurde ihnen verpasst, sowie dicke und schwere Hand- und Fußfesseln angelegt. In Reih und Glied mussten sie schwerstarbeit im Schweiße ihres Angesichtes für die Besatzer erledigen und wer nicht parierte wurde schwer verprügelt und gefoltert. So wurden sie gehörig gemacht.

Das Handelsnetzwerk

International wurden sie gegen Waren gehandelt, nach Amerika verschifft und auf Plantagen geschändet oder als Haussklaven gehalten. Besonders beliebt waren Handelsrouten zwischen Amerika, Europa und Afrika. Ein sogenannter transatlantischer Dreieckshandel. Schiffe mit Waren fuhren an die Küste Westafrikas, um sie dort gegen Menschen einzutauschen. Diese wurden versklavt, nach Amerika gebracht und dort verkauft. Von dort aus fuhren Schiffe zurück nach Europa, beladen mit Produkten wie Zucker, Kaffee oder Baumwolle, die durch Sklavenarbeit geerntet oder hergestellt worden waren.

Black Lives Matter & All lives Matter

So verfeindet sie auch sind – dennoch kämpfen in dieser Hinsicht beide Bewegungen für das Gleiche Ziel. Gegen den Rassismus und gegen menschenrechtswidrige Handlungen in unserer Gesellschaft. Eine bekannte schwarze Youtuberin und BLM-Anhängerin äußerte sich dahingegend, dass der Rassismus oft wohl von Weißen nicht erkannt wird. Auf die Frage, was man denn dagegen machen könne rät sie, dass man sich auf die kleinen Sachen fokusieren soll, und konsequent – gerade auch im eigenen nahen Umfeld, außerhalb der Konfortzone – rassistische und ungewollt rassistisch klingende Äußerungen rügen soll.

Gerade bei diesem Hintergrund sollte man daran denken, wie es den Arbeitern in den asiatischen Massenproduktionsfirmen geht, wenn man sein nächstes Chinaschnäppchen aus dem Regal nimmt.

Auch heute Noch gibt es Straßen, die den Größen der Menschenrechtsverletzungen aus der Sklavenzeit gewidmet sind. Eine Initiative fordert die Umwidmung zugunsten afrikanischer Menschenrechtsaktivisten. Eine Andere sieht die damit verbundenen Kosten und Aufwände für überflüssig, da man das Problem auch auf einem pragmatischeren Weg lösen könne. Die Umwidmung zugunsten gleichnamiger Widmungsträger. So müssten die Anwohner und lokalen Geschäfte sich nicht umgewöhnen und in sämltichen Registern vorhandene Einträge ändern lassen müssen und den Unmenschen werde nicht mehr gerühmt.

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