Geisterküche

Der Hexenkessel sprudelt auf dem Feuer. Doch anstelle von Rabenbeinen und Froschaugen zu einem giftgrün-violetten Trunk werden Nudeln, Teig und Fisch zu Pizza, Pasta und Sushi verwandelt. Ein neuer Trend erobert das E-Commerce. In sogenannten Geisterküchen werden Gerichte für Lieferdienste hergestellt. Das besondere daran: Viele einzelne Restaurants gehören zu einem Unternehmen und haben auch nur eine Küche pro Bezirk, das sich oft in einer Lagerhalle befindet. Es geht darum möglichst viele verschiedene Produkte an den Mann zu bringen, dabei wird auch nicht von Tiefkühlkost und Fertiggerichten sowie vorgefertigen Gerichtsbestandteilen wie Fertigmischungen zurückgeschreckt. In einfachen Bilderdarstellungen wird dem unqualifizierten Koch schritt für schritt erklärt wie er dieses oder jenes Gericht aufwärmen bzw. zusammensetzen muss. Wer also bei einem Lieferdienst in Zukunft eine exquisite Mahlzeit erhalten will wird wohl darauf achten müssen, nur Restaurants zu wählen, die er persönlich schon einmal besucht hat.

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