Der Preis des Dumpings

Dumping-Preise – ein Modewort, das man schon lange hört. Laut Duden bezeichnet es den Verkauf von Produkten unter ihrem Wert, einerseits um den Ausländischen Markt zu erreichen und andererseits den Verkauf von Ware im Innland mit wenig oder keinem Gewinn.

Ist doch schön, oder? So können wir soziale Ungleichheiten bekämpfen, nun kann sich endlich jeder alles leisten! Auch die Linke und SPF sidn entzückt von dem Trend. So einfach geht das aber leider nicht, denn der Schuss geht nach hinten los, was die soziale Ungleichheit betrifft.

Erst einmal müssen wir verstehen, woraus sich so ein Preis alles zusammensetzt. Dazu gehören:

  • die Kosten der verbrauchten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Materialkosten), 
  • die über die jeweiligen Nutzungsdauern verteilten Anschaffungskosten von Gebäuden, Maschinen, Fahrzeugen o.ä. (Investitionskosten), Rücklagen für schlechte Zeiten (Investitionskosten) und entgeltlich überlassene Gebrauchsgüter (Mietkosten),
  • die an die Mitarbeiter gezahlten Löhne und Gehälter sowie den Krankenkassenbeitrag für Arbeitnehmer (= Angestellte, Proletarier) und weitere Zahlungen und Zahlungsbeteiligungen (Lohnkosten),
  • die an Dritte gezahlten Nutzungsentgelte für wie Lizenzen (Nutzungskosten)
  • die an Dritte gezahlten Entgelte für die Inanspruchnahme von Handels-, Transport-, Lager-, Versicherungsleistungen etc. (Dienstleistungskosten),
  • die an Dritte gezahlten Kreditzinsen (Zinskosten),
  • die an den Fiskus gezahlten Aufwands- bzw. Kostensteuern und Abgaben. 

Grob zusammengefasst haben wir also die Materialkosten, Investitionskosten & Rücklagen, Mietkosten & Nutzungskosten & Dienstleistungskosten, Lohnkosten, Zinskosten und weitere Steuern.

Wenn wir also die Preise stark senken, muss an etwas gekürzt werden.

Nehmen wir an, wir kürzen an den Investitionskosten. Dann kann kann der Betrieb nie mehr Arbeiter einstellen, die Arbeitslosigkeit senken und den Arbeitern bessere Maschienen bereit stellen, die ihnen die Arbeit erleichtern. Auch besteht die große Gefahr nicht mehr mit konkurrierenden Firmen mithalten zu können da man zu klein ist und somit bankrott zu gehen und sämtliche Arbeiter entlassen zu müssen. Je größer ein Betrieb ist, desto rentabler ist die Herstellung der Ware pro Stück, weswegen größere Unternehmen grundsätzlich billigere Angebote machen und ihren Konkurrenten so aus dem Geschäft drägnen können. Auch bekommt man auf dem Großhandel bei großen Abnahmen einen Mengenrabatt, der sich sehr lohnt. Warum? Weil dem Händler dann Werbekosten und Betriebskosten für die weitere Bewerbung der restlichen Rohstoffe / Produktelemente entfallen und die Produktionsfirma einen gesicherten Abnehmer hat und weniger für schlechte Zeiten zurücklegen muss. Hier könne wir also nicht kürzen.

Materialkosten: Könne wir hier kürzen? Ja, wir bekommen ja bei einer sehr großen Abnahme einen Mengenrabatt und können auch minderwertige Materialien verbauen. Aber: Dafür müssen wir erst einmal genug investiert haben. Und wenn die Materialkosten zu niedrig sind können der Umweltschutz und die Produktionsbedigungen bei Zulieferern nicht sichergestellt werden. So tief wie für Dumping-Preise also nötig kommen wir nicht – vorausgesetzt der Zulieferer zahlt faire Löhne.

Rücklagen; Nein, sonst ist die Zukunft des Betriebes und damit auch der Angestellten gefährdet.

Mietkosten, Nutzungskosten und Dienstleistunskosten: Dienstleistungskosten nicht, Nutzungskosten auch nicht – es sei denn wir riskieren durch einen Prozess alles zu verlieren und kopieren unberechtigt; Aber wir können die Produktion ins Ausland verlagern, was uns die Mietkosten stark reduziert. Globalisierung sei dank! Dann müssen wir auch nicht mehr so hohe Lohnkosten und Krankenkassenbeiträge, Sozialversicherungsbeiträge, etc. zahlen. Dadurch gibt es zwar in unserem Land zu wenig Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor – und nein, nicht jeder Proletarier ist geistig dazu in der Lage zu dozieren oder eienen anderweitigen geistig anspruchsvolleren Beruf zu ergreifen – und wenn es zu wenig Arbeitsplätze bei uns gibt gibt es halt auch mehr Arbeitslosigkeit, wodurch man mehr Sozialsysteme benötigt in die immer weniger Leute einzahlen, wodurch jeder Bedürftige immer weniger bekommt, wodurch jeder Bedürftige auf immer billigere Preise angewiesen ist, wodurch es weniger Arbeit in unserem Land gib… merken Sie was?

Zinskosten: Nein, hier lässt sich nicht viel machen. Der Leitsins der EU ist eh schon fast bei Null.

Steuern (Angaben an den Fiskus)? Ja, hier geht was. Dank der Globalisierung können wir unseren Unternehmenssitz als Briefkastenfirma in Liechtenstein, Luxembourg, Panama, Niederlande, Irland, etc. anmelden. EU sei dank auch teilweise ganz unkompliziert. Dadurch zahlen wir weniger Steuern, wodurch der Staat weniger Einnahmen für öffenltiche Projekte, Erhaltung und Betriebskosten von öffentlichen Institution (Schulen -> geringere Gehälter bzw. mehr Arbeit für gleiches Gehalt für Lehrer) und die Sozialsysteme wie Harz IV haben. Die Länder wie Panama aber profitieren davon, das sich bei ihnen sehr viele Unternehmen versteuern – und die nicht einmal Ausgaben für die Beschäftigten der Unternehmen haben. Toll, nicht? Also für die, nicht für uns… und für die Unternehmer, nicht die Arbeitnehmer

Ja, dann bleiben zuletzt noch die Lohnkosten und Krankenkassenbeiträge der Beschäftigten die man kürzen kann. Und das wird unter anderem auch getan. Und wenn man nicht mehr kürzen darf – wenn man auch im Ausland mietet geht alles.

Wie man sieht sind so ziemlich das einzige, an dem man kürzen kann die Gelder, die den Arbeitnehmern und der Allgemeinheit zu Gute kommen. Stellt sich also die Frage, warum gerade linke Parteien wie die SPD oder Die Linke Befürworter von Dumpngpreisen sind.

Den Vorwurf der Linken, dass höhere Fleischpreise die soziale Spaltung verstärkten, wies Habeck zurück. „Die soziale Spaltung im Land ist ein Problem, aber man sollte sie nicht aufs Schnitzel verengen. Armut, soziale Ungerechtigkeit brauchen grundlegende Antworten“, sagte er weiter. „Die Dumpingbedingungen, unter denen Bauern wirtschaften, sind alles andere als sozial gerecht.“ Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hatte Habecks Vorstoß für einen Mindestpreis für Tierprodukte zuvor in der „Welt“ mit den Worten kritisiert: „Ich will keine soziale Spaltung über das Schnitzel.“

NTV

. Besteht da doch eher eine sad istische Neigung Proletatiern anderer Länder gegenüber? … da ja derade die in erster Etappe versklavt werden. Nehmen wir mal das Beispiel Apple. Das Unternehmen bezieht Kameras von Foxkorn, ein Unternehmen aus China dessen Arbeiter aussagen von ehemaligen Angestellten zufolge bereits mit Vergitterten fenstern in Netzen in den Treppenhäusern vom Selbstmord abgehalten werden müssen. Dafür sind Dumpingpreise und das durch die Globalisierung ermöglichte Ausnutzen von verschiedenen Gesetzen verantwortlich. Unternehmen können in Ländern produzieren, in denen die Sicherheit und der Lohn, sowie die soziale Absicherung niedriger, bzw. schlechter oder nicht gewährleistet ist.

Ist das, was die linken Parteien mit ihrer Globalisierung als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für arme Länder meinen? Anscheidnend.

Auch wenn man als Arbeitnehmer immer gerne die Unternehmer für alles schuldig erklärt. Der Druck für alle Unternehmen mit dem Dumpingpreisen mitzuhalten wurde durch die Globalisierung der sozialistischen Parteien geschaffen – somit wird der Arbeitnehmer von dem vermeintlichen Erlöser in die Hölle geleitet.

Oder wie Robert Habeck von der linken Partei der Grünen sich dazu äußert: Wenn das linke Politik ist, was die Linke und die SPD da machen, dann frage er sich, was linke Politik überhaupt ist und ob die Parteien überhaupt noch links sind.

Wie sich zeigt ist links keine Lösung für Probleme, sondern nur eine Alternative für Deutschlands rechte Parteien. Die Rechten wollen die armen Flüchtlinge erschießen, die linken versklaven. Wer ist nun der größere Ausländerfeind?

Was wir brauchen ist kein Links und kein Rechts, sondern eine Politik der Mitte die im Gegensatz zu der aktuellen Politik unter Merkel, SPD und Konsorten auch einmal die Probleme angeht und sie löst anstatt sie auszusitzen. Was wir brauchen ist weder globale Ausnutzung, noch völlige Abschottung. Wir brauchen einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf mit gleichen Steuern und Abgaberegelungen. Wenn nicht, wir immer eine leichtere Regulierung ausgenutzt. Und das geht nicht global, sonst hätten wir in Grönland die selben Steuersätze auf Heizkosten wie in Afrika. Es muss also auch ein föderalistisches und abgrenzendes Prinzip in der Wirtschaftspolitik zu grunde liegen. Das heißt nicht, das wir uns als Menschen nicht nicht mehr nahe kommen und uns auch global vernetzen dürfen, sondern das wir keine Güter mehr zwischen Ländern verschiffen, die unterschiedliche Bedingungen haben. Das würde übrigens auch dem Umweltschutz sehr gu gute kommen, wenn nicht jede Ware erst als Erdöl von Brunei / Arabien nach China und dann zu Plastik verwandelt nach Europa verschifft werden würde.

Binnenmarkt endlich ankurbeln: „Ein schwacher Binnenmarkt und rückläufige Investitionen haben den zarten wirtschaftlichen Aufschwung schon wieder abgewürgt“, fasst Sahra Wagenknecht (MdB), Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN […]

DIE LINKE – ARCHIV

Auch dank der SPD ist der Ausbau der Globalisierung, der für dumpingpreise sorgt, ein fester Gestandteil des Koalitionsvertrags der Groko.

Gerade das alles sind Gründe, warum der Brexit ein wichtiger Meilenstein in dem Erhalt der Demokratie und des Wohlstandes für alle ist.

Vergleiche: Globalisierung – Eine Kultur erobert die Welt, Brexit: Arbeitsmarkt wird geschlossen, Politik für statt gegen den Klimawandel? – Eine Bewertung der Methodiken, Die letzte Bastion des Kommunismus, Wirtschaft in GB und EU unter der Pandemie und Brexit

Coverbild: Wikimedia, Creative-Commons-Linzenz

5 Gedanken zu “Der Preis des Dumpings

  1. „Was wir brauchen ist kein Links und kein Rechts, sondern eine Politik der Mitte die im Gegensatz zu der aktuellen Politik unter Merkel, SPD und Konsorten auch einmal die Probleme angeht und sie löst anstatt sie auszusitzen.“

    Das heißt jetzt was? Wie kommen wir dahin?

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    1. Indem wir eine Partei wählen, die in der Mitte aber progessiv ist und unsere Forderungen durchsetzen will. Wenn es keine große tut, muss man eine kleinere wählen. Durch dieses Nieschenmanagement hat es die AfD in den Bundestag geschafft. Und wenn es keine gibt, muss man eine gründen. Es gibt auch politische Organisationen und überparteiliche Vereinigungen, die sich für gewisse Ziele einsetzen und mit je mehr Mitglieder sie haben, auch großen Einfluss auf die Politik haben können – wie Fridays for Hubraum bei der Petition an Verkehrsminister Scheuer gegen die neue StVO oder Fridays for Future bei der Einführung von neuen Umweltschutzauflagen.

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