Eco-Boost dank Klopapier

Die Amerikaner horten Waffen, die Franzosen Wein und die Deutschen Nudeln und Klopapiert. Obwohl die Versorgung gesichert ist. Warum? Self-fulfilling prohpecy. Die Regale sehen leer aus, man kauft automatisch mehr und denkt nicht daran, das man schon genug zuhause hat. Dadurch, das so viele mehr kaufen, steigert sich das ganze in absurde Dimensionen. Jedoch hat das ganze einen einzigen Vorteil.

Auch wenn man dann die nächsten 30 Jahre kein Toilettenpapier mehr kaufen braucht – wir haben auch eine überdimensional große Menge an Lignin ab, ein Abfallprodukt der Papier- und Zellstoffindustrie. Jener wird häufig verbrannt, jedoch bietet er dank einer neuen Technik ungeahnte Möglichkeiten.

Das bayerische Start-UP CMBIu hat eine Möglichkeit entwickelt, mit dem Abfallstoff einen neuen Energieträger für elektrische Energie herzustellen. Mit ihm kann nun eine Flüssigkeit für Batterien hergestellt werden, die nicht nur nachhaltig, sondern auch fair produziert wird. Ohne das Kinder in den Cobaltminen versklavt werden und komplette Ökosysteme in enpflindlichen Gebieten durch den hohen Wasserverbrauch bei der Lithiumförderung zerstört werden. Die neue Technologie basiert auf der sogenannten Redox-Flow-Batterie.

Lastspitzen im Stromnetz abfedern | Während Lithium-Ionen-Speicher innerhalb von Sekundenbruchteilen viel Energie liefern können, sind Redox-Flow-Akkus zwar weniger dynamisch. Richtig eingesetzt bieten sie aber entscheidende Vorteile: Speichergröße und Leistung können unabhängig voneinander und fast beliebig skaliert werden. Außerdem ist eine Flussbatterie nicht brennbar. 

HANDELSBLATT

„Die Flussbatterie eignet sich besonders für die Speicherung von Energie über mehrere Stunden und kann im Gegensatz zur Lithium-Ionen-Batterie volle Lastzyklen fahren – sie sind also perfekt dafür geeignet, um Lastspitzen im Stromnetz abzufedern“, erklärt Experte Peter Fischer vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie.

CEO von CMBIu

Die neue „Organic-Flow-Batterie“ ist somit nicht nur nachhaltiger, sondern auch besser für längere Speicherzeiten geeignet, als die Lithium-Ionen-Batterie, ist organisch, benötigt keine Kinderartbeit mehr, ist wirtschaftlicher, hat eine geringere CO²-Bilanz, da die Stoffe nicht mehr vom anderen Ende der Welt auf einem Dieselschiff ohne Katalysator importiert werden und noch dazu besser für die langzeitspeicherung von Strom geeignet. Und sie wären sicherer. Während eine Lithium-Ionen-Batterie nach der Explosion noch tagelang in einem Wasserbaseng gelagert werden müssen um weitere Folgeexplosionen zu vermeiden, ist die neue Technik nicht brandgefährdet und somit gerade im Straßenverkehr viel sicherer.

Gerade bei den aktuell anfallenden Massen an Lignin könnten zahlreiche jene Batterien hergestellt werden.

Jedoch gibt es ein Problem: Da die aktuellen Stückzahlen noch relativ gering sind ist es aufgrund des Produktionsprozesses noch nicht möglich, die Batterien kostengünstig zu produzieren. Dafür wären investitionen in effizientere Produktionsmaschinen nötig, musste der Sprecher von CMBIu in einem Interview mit dem HANDELSBLATT zugeben.

Es gibt zalhreiche möglichkeiten Strom zu speichern. Powerto-X, es gibt aktuelle Forschungen an Graphitbatterien. Neue Ideen sprießen wie Kresse aus dem Boden, bleibt nur die Frage, welche Technologie am Ende die Beste ist und welche sich durchsetzen wird. Wird Lithium seine Position halten können? Wer weiß…

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