Notabitur wegen Corona? Isolation?

Schleswig-Holstein hat sich vorgestern, den 25.03.2020 für eine Abage der Abiturpfüfung ausgesprochen. Dies ist aber anscheinend noch nicht in Stein gemeißelt, da es bereit zuvor sehr konträre Aussagen gab, die sich gegenseitig mit den Meldungen zum Ausfall der Prüfung abwechseln. Bayern hingegen hat nicht vor die Prüfung auszusetzen und hat statt dessen sämtliche Prüfungen verschoben, entgegen dem entschlossenen Rat des Lehrerverbandes.

Doch was sollte denn gemacht werden? RT hat diesbezüglich einen Fernsehbeitrag erstellt und einen Epidemologen zitiert. Jener ist der Meinung, dass auf Grund vom ein paar Wochen Isolation das Virus nicht auf magische Weise verschwinden wird.

Nach Ende der Ausgangssperren wird sich das Virus wieder sehr verstärkt verbreiten, über Jahre, da es noch nicht ausgestorben ist. In der Tat hat es auch zu Beginn nur einige Wenige Infizierte gegeben, bis es sich über die ganze Welt verbreitet hat. Die Isolation abzuschaffen, wo sich jetzt die Lage erst stabilisiert würde die bisher getroffenen Maßnahmen sinnlos machen und in nichts weiter als eine kleine Verzögerung verwandeln. Dazu muss der Kontakt unter der Bevölkerung uf ein Minimum gebracht werden.

Bei Abiturprüfungen besteht eine Große Gefahr der Verbreitung, auch bei den letzten Wochen Unterricht, zumal jener bereit sowieso fast beendet wurde. Die Abiturienten sind am Ende ihrer Lernphase und in einer Übungsphase. Somit ist nicht von einer Minderwertigkeit eines Notabiturs auszugehen, zumal die Schüler sowieso bereits in den bisherigen Schulaufgaben, falls sie wirklich auf dem geistigen Niveau sind, wie sie sein sollten, bis jetzt versucht haben in der Notengebung möglichst viel zu punkten. Zumal die Abiturjahre auch unter normalen bedingungen in die Abiturnote mit reingerechnet würden.

Anderseit darf natürlich die Wirtschaft nicht unter den Maßnahmen kollabieren, da jedoch Abiturprüfungen nichts mit der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten zu tun haben greift hier dieses Argument nicht, zumal ein Notabitur einem Standartabitur gleichwertig wäre.

Jedoch besteht ein Unterschied der Voraussetzungen für die Schüler. Während die einen die bisherige Zeit nutzen konnten, um sich für die Prüfungen vorzubereiten und sich zu entspannen und Kraft zu sammeln, ist es gerade für die Minderheiten eine besonders belastende Zeit. Dies liegt daran, das zum Beispiel für viele Schüler, die unter Depressionen leiden, ein geregelter Alltag ein essentieller Bestandteil für Ihre mentale Stabilität ist, und der Entfall jenes einen zusätzlichen großen Stress verursacht. Zwar kann man sich natülcih versuchen selber einen Zeitplan vorzugeben, dies ist jedoch für einige sehr schwer, da dies einer existierenden Struktur nicht gleich kommt, wenn man depressiv ist und droht abzustürzen. Auch fehlen, was nicht zu unterschätzen ist, soziale Kontakte, die einem halt geben.

Auch werden Schüler, die nicht gut mit hohen Temperaturen umgehen können benachteiligt, da die Abiturprüfung im Sommer stattfindet und die geistige Leistungsfähigkeit bei hohen Temperaturen im Hochsommer, gerade zu Zeiten des Klimawandels, entscheidend sinkt. Bislang ist eh bereits die Luftqualität in Prüfungsräumen aufgrund der Nervösität der Schüler oft sehr stickig, bei verringerter Leistungsfähigkeit und größerem Schweißausstoß aufgrund der hohen Temperaturen, erfährt somit ein großer Teil der Schüler einen bedeutenden Nachteil. Dies, so hat es Ministerpräsident Marukus Söder versprochen, sollte eigentlich nicht stattfinden.

Somit gibt es keinen wirklichen Grund die Prüfungen zu verschieben, jedoch einige driftige dagegen.

Eine aus den letzten 4 Jahren gebildete Abiturnote, wie es in einigen Ländern gefodert wird, wäer somit das Beste für einen gerechten Ausgang aus der aktuellen Lage um zu vermieden, das Schüler benachteiligt werden.

Interessant dazu: Wann ist die Isolation gefährlicher als das Virus?

3 Gedanken zu “Notabitur wegen Corona? Isolation?

  1. Du sagst, dass gerade Menschen mit Depressionen einen gerelegten Tagesablauf brauchen. Hast du dazu auch wissenschaftliche Belege? Aus meiner eigenen Sicht kann ich das bestätigen. Aber ich habe auch Dämonen, die mich jagen. Interessant wäre auch wie viele Schüler das ebenfalls so geht und wie wir diese auffangen können.

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  2. Ich habe mich hier einerseits auf einen Artikel der ZEIT gestützt

    https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2020-03/isolation-coronavirus-quarantaene-depressionen-psychische-krankheiten-social-distancing-ausgangssperre

    anderseits aber auch auf das Interview der Neuen Züricher Zeitung mit Prof. Dr. Erich Seifritz, Professor an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. (Siehe Link in Artikel)

    Auch spricht der Artikel

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/depression-in-der-coronakrise-wenn-isolation-bedrohlich-wird/25728380.html

    sehr direkt von einer Verstärkung von Despressionen durch Isolation.

    Edit: Unterstützen könnte man die Schüler in dem man als Lehrer (auch außerschulisch) auf sie zugeht, in dem man zum Beispiel – was viele Lehrer machen ist zum Beispiel mal allgemein in die Gruppe zu fragen, wie es denn jedem so geht und auch die Schüler einzeln anschreibt / anspricht, wie sie denn so mitkommen und ob sie zum Beispiel alles verstehen / Fragen haben. Viele leiden unter der Belastung, das sie meinen, sie würden überhaupt nicht wargenommen; ein Gefühl, das gerade in Zeiten der Isolation sehr verstärkt auftreten kann.

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