Legale Sterbehilfe

Vor einiger Zeit wurde das Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Ab sofort ist es jedem Menschen möglich, seinen Anspruch auf einen quallosen, schnellen und würdevollen Tod geltend zu machen – unabhängig von dem Einkommen und den Rücklagen. Bislang mussten viele, die sich für jenen finalen Ausweg entschieden haben in die benachbarte Schweiz ausreisen.

Das Problem bislang, das eine allgemeine Sterbehilfe verhindert hat, was das eine Wort „gewerbsmäßig“, das nicht nur als „kostenpflichtig“ als Proffession, sondern auch als Teil des Ärztlichen Gewerbes bei Medizinern ausgelegt werden kann, der somit nicht von jenen ausgeführt werden durfte.

Eines bleibt jedoch gleich: Der Sterbewillige muss den Tod selber auslösen, also die tödlichen Medikamente selbst einnehmen, die Injektion einer tödlichen Substanz durch eine andere Person bleibt weiterhin verboten.

Einige Menschenrechtler sehen so die lang ersehnte vollständige Verwirklichung des Grundsatzes des Rechtes auf Leben und die Selbstbestimmung über das Leben, sowie die Freiheit ihr Leben so zu gestalten, wie das Individuum es sich wünscht. Denn der Tod gehört genauso zum Leben, wie der Geburtstag oder der Hochzeitstag.

Personen, die sich den Tod wünschen, wollen nicht Ihr Leben in dieser Art und Weise, die sie nicht ändern können, weiter führen, wie zum Beispiel Menschen, die unter eine Behinderung leiden, und / oder Leiden beenden wollen, physisch oder psychisch.

Ca. 90% aller Suizide sind auf eine Depression zurück zu führen. Diese kann zwar therapiert werden, das sehen aber jene Personen in dem limitierten Sichtfeld ihrer Depression nicht. Auch besteht die Gefahr bei entfall einer täglichen Routine oder anderen Stützen eines Rückfalls, was ebenfalls eine Ständige Angst vor dem Entfall jener Stützen auslösen kann. Somit scheint die Therapierbarkeit ebenfalls limitiert zu sein.

Somit bleiben immer noch 10%. Wahrscheinlich sind das dann hauptsächlich Personen mit physischen Leiden.

Kardinal Marx, Vorstand der Deutschen Bischofskonferrenz und ehemaliger Vorstand der Komission der Bischofskonferrenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) sieht darin vor allem die Gefahr, das alten Menschen das Gefühl vermittelt wird, das sie nicht mehr gebraucht werden.

Gerade in Hinsicht auf die Mangelhaften Bedingungen von Alten- und Pflegeheimen, wo man immer mehr Erzählungen hört, das Personen mit Medikamenten ruhig gestellt würden, damit sie weniger arbeit machen, birgt die neue Gesetzesänderung natürlich ein hohen Gefahrenpotential. Hier sollte aber auch das eigentliche Problem, der Bedingungen in jenen Institutionen angegriffen werden, anstatt einer breiteren Masse von Menschen das Recht auf ein schmerzloses Ableben mit geringem Risiko von starken Einschränkungen durch einen fehlgeschlagenen Suizid. Und da muss eindeutig nachgebessert werden.

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