Globalisierung – Eine Kultur erobert die Welt

Globalisierung – ein Wort in aller Munde. Es bezeichnet die internationale vollständige Vernetzung. Barack Obama war einer der leitenden Vertreter jener Politik, die im Strum die Welt erobert hat. In fast jeder Ecke der Welt durfte man sich nun mit Smöröbölö, dem nicht aufbaubaren Regal, beim Zusammenbau quälen und durch die Kost von Fast-Food-Ketten seinen Geschmack, Kolesterinspiegel und BMI zerstören.

Gerade in den Zeiten von Corona & Co. zeigen sich die Nachteile einer globalisierten Welt.

Die Grundidee

Die Grundmotivation hinter der Globalisierung war die Ideologie einer „One World“, wie man sie von ausgehängten Zeichnungen im Kindergarten kennt. Eine Welt umrandet von Personen, die auf dem Planeten stehen und durch das gegenseitige Halten der Hand des Anderen eine riesige Menschenkette bilden. In einem Wort: Utopia. Eine Welt, in dem jeder Befreundet ist, es keine Kriege und Gewalt mehr gibt, keine Ausbeutung, keine Opfer.

Die entferntesten Enden der Welt sollen von dem Wissens- und Kulturschatz der westlichen Welt profitieren.

Problematiken

Das Problem: Es funktioniert nicht so wie ursprünglich gedacht.

Aufdringung von Kultur

Einerseits ist da die Aufdringung der Einheitskultur. Jene mag zwar gut gemeint sein, allerdings stößt die Art und Weise, wie jenes gemacht wird, nicht überall auf Wohlgefallen, da sie sich sehr weit ausbreitet und die ursprünglich vorherrschende Kultur überlagert und teilweise verdrängt. Dadurch werden sowieso bereits radikal gesinnte Gemeinschaften zum Schutze der eigenen Kultur nur um so radikaler. So versteht sich zum Beispiel der IS als Schutzherr für die arabische Kultur vor westlichen Einflüssen, die AfD und NPD als Schutzpatron für die, aus Ihrer Sicht, deutschen Werte vor den Einflüssen anderer Länder im Zuge einer Massenmigration.

Viel besser wäre die Vorangehensweise, den Außenstehenden die eigene Kultur vorzustellen und ihnen auf freiwilliger Basis anzubieten sie zu übernehmen, dabei aber auch Respekt für die dort vorherrschenden Kulturen zu zeigen und sich auch für jene zu interessieren, als in einer Art Mission die Welt zu bekehren zu wollen und zu lehren in Arroganz und einem Gefühl von Selbstüberlegenheit gegen vorherrschende Kulturen anzukämpfen und sie zu missachten.

Kultur und Zugehörigkeitsgefühl

Zwar besteht hier bei der Kultur natürlich auch eine Gefahr, da diejenigen, die nicht zur eigenen Kultur gehören als Anhänger einer Kultur gesehen werden, die nicht so wertvoll ist wie die Eigene (Nationalismus), wodurch sich durch den Nationalismus von anderen Ländern beide gegenseitig einander hochschaukeln können, wenn sie auf einander treffen.

Dennoch ist das reine Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe sehr wichtig für die Psyche. Durch die Diversität statt Einheitlichkeit bilden sich Gruppen, die sich durch ihre sexuelle Orientierung, Geschichte und Kultur, Herkunft und persönlichen Interessen definieren, zu denen man sich durch die Gemeinsamkeiten mit den anderen Personen verbunden fühlt und ein Zusammenhalt entsteht. Diese Gemeinschaft verleiht einem das Gefühl von Sicherheit und bietet einem Schutz und Hilfe, wenn man ihn / sie benötigt. Im kleinen Rahmen durch die Familie, im größeren durch die Gemeinde, Region und Nation.

Gerade in Städten, wo sich teilweise eine sehr große Anonymität eingeschlichen hat ist dies von großer Wichtigkeit. Denn wenn es nur eine einheitliche westliche Kultur und Präferenz gibt, gibt es kein Gemeinschaftsgefühl zu einer Gruppe durch die Geschichte, Kultur und Sprache mehr. Und der Mensch ist kein „Einzeltier“. Die meisten Amokläufe, z.B. an Schulen, enstehen dadurch, das sich Personen als nicht zu einer Gruppe zugehörig und somit alleine fühlen.

Es ist somit auch unmöglich, eine Bildung von Gruppen, wie auch von Freundeskreisen zu unterbinden. Kulturgruppen sind nichts Anderes als eine Art weiter „Freundeskreis“. Wenn es keine Kulturgruppen mehr gibt, definieren sich Gruppen stärker und häufiger durch andere Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel durch Interessen. Da die Personen mit gleichen Interessen (z.B. Spartengruppen wie Schlosskackervereine oder Filmfahrzeugreplikahobbybastler) natülich oft nich nahe bei einander Wohnen, hat man einerseits einen Mangel an Kontakt, was wiederum einsamkeit hervorruft, anderseits auch einen starken Anstieg an Emissionen durch Personentransporte.

Nun definieren sich die Gruppen also verstärkt durch Interessen und nicht mehr durch Herkunft – so wird aber eine Ausschließung einzelner und eine Abneigung ander Gruppen gegenüber, wie im Nationalismus, nicht aus der Welt geschafft, sondern in einen „Interessimus“ transferiert. Interessensgemeinschaften haben Nationen abgelöst, aber die Asozialität und die Voreingenommenheiten, etc. werden somit auch abgelöst und übertragen.

Viel mehr ist es so aus praktischen Gründen sinnvoll, eine kulturelle Diversität über die Interessensgemeinschaften zu födern, da so Personen verschiedener Interessen und Gesinnungen in einer Gruppe sind, was die Welt in der Diversität viel mehr unterstützt, als die Globalisierung, die von jenen linken Parteien vertreten wird, die auch die Diversität vertreten wollen.

So wird noch eher ein Gefühl von Akzeptanz anderen Personen gegenüber vermittelt, da auch Personen diverser Interessen durch Ihre Nationalität und Kultur als zugehörig angesehen werden, anders als in Interessensgruppen in einer Welt, in der es keine Nationen mehr gibt, oder jene zumindest keine Bedeutung mehr zu haben scheinen, da hier die Diversität vermindert wird.

Auch brauchen wir viel mehr ein Allgemeines Verständnis für die große Importanz andersartigen Menschen gegenüber, denn anders zu sein ist nicht schlecht.

Ausbeutung durch Unternehmen

Ein weiteres Ziel der Globalisierung ist die Armut zu bekämpfen und die Dritte Welt in die oberen beiden zu integrieren.

Dies ist jedoch an der Geldgier der Unternehmen kläglich gescheitert und ins völlige Gegenteil gekehrt worden.

Augrund der offenen Marktwirtschaft und den unterschiedlichen Gesetzgebungen in verschiedenen Ländern, gibt es auch Länder mit geringeren Maßstäben in Punkto Arbeitsschutz, Menschenrechte und Lohn. Dieser wurden dadurch ausgebeutet, das beinahe die komplette Produktion der Welt in jene gebiete verlagert wurde um Geld zu sparen.

Das Problem dabei ist natürlich das eine Sogwirkung entsteht, da Unternehmen, die nicht mitziehen, auf einem globalen Markt nicht mehr existenzfähig sind.

So werden Minderheiten und Arme ausgebeutet, während die Reichen profitieren, was die Schlucht zwischen Arm und Reich noch weiter vergrößert. Zwar gewinnen die Unternehmen in jennen Ländern, wo Arbeit importiert wird, natürlich auch gewiss große Mengen an Geld, diese werden jedoch nicht an die Arbeiter weiter gegeben, da man ja gesetzlich nicht dazu verpflichtet ist und die Produktionskosten möglichst niedrig halten will, während man selber als Indurstieller natürlich viel Geld verdienen will.

Arbeitslosigkeit

Auch ist bei einem Export der einfachen Arbeit in andere Länder damit zu rechnen, das Menschen hier, die von der unterschiedlichkeit der Grenze geistiger Fähigkeiten bedingt nicht für Jobs mit hoher geistiger Anforderung effektiv eingesetzt werden können hier keine Arbeit mehr finden. Zwar ist davon noch nicht sehr viel zu merken, allerdings kann sich dies durchaus noch in Zukunft abzeichnen.

Nicht jeder ist ein hervorragender Atomphysker oder Professor der Geisteswissenschaften. Und wenn wir genug Fließenleger und weitere Handwerker haben und der bedarf daran gedeckt ist, ist auch mit einer hohen Arbeitslosigkeit von Personen, die für Arbeit im Primären und unteren Sekundären Wirtschaftssektor ausgelegt sind, zu rechnen.

Ausbeutung durch Länder

Nur das diese Ausbeutung auch ihre Kehrtwende nehmen kann, da diverse Länder daran arbeiten, die Verhältnisse zu ändern. So muss jedes Unternehmen, das in China produzieren will eine Kooperation mit einem chinesischen Unternehmen eingehen und die vollständigen Produktions-, Konstruktions- und Forschungspläne dem chinesischen Partner zur Verfügung stellen – einem Partner also Know-How schenken, der in einem Land ist, das den Urheberschutz nicht gerade als oberste Priorität behandelt… sind ja auch nicht die Eigenen Erfindungen aus dem eigenen Land, wozu auch?

Das Problem ist, das man so den einzigen Vorteil exportiert, den man hat. Das Wissen und die Forschung. Wenn chinesische Unternehmen auf dem selben Stand sind, sind sie auch nicht mehr auf die ausländischen Partner angewiesen und können die Produkte selbständig kopieren, produzieren, etnwickeln und veraufen, ohne das ein westliches Unternehmen, das das Produkt für teures Geld erforschen hat lassen davon profitiert – was den Preis für kopien tief hält, da man das Kuchenstück der ausländischen Unternehmen ja aus dem Kuchen Gesammtpreis streichen kann.

Auch hat man eine Basis um selber Forschungen anstellen zu können. Hier spielt die unterschiedliche Mentalität eine Rolle. Während hier durch den Einfluss von Gewerkschaften die Arbeitsverhältnisse und Ulaubstage streng geregelt und auch auf das Wohl des Arbeitnehmers ausgelegt sind und zudem ein hoher bürokratischer Zeit- und Kostenaufwand besteht, können Länder ohne jenes natürlich viel schneller eine neue Technik durch die Angestellten erforschen lassen, wodurch sie auf lange Sicht die ausländische, unsere, Forschung überholen werden, was sich zum Beispiel bereit sin der Solartechnik deutlich zeigt.

Somit wird die erste Welt langsam Stückchen für Stückchen zur dritten Welt.

Auch geht der Wettkampf verloren, zusätzlich zur Globalisierung auch ein Zentralismus stattfindet. Und Konkurrenz ist wichtig für eine funktionierende Marktwirtschaft und die Verhinderung von Kartellbildungen mit ihren monopolistischen Nachteilen.

Abhängigkeit und Domino-Effekt

Auch besteht in einer vollständig vernetzten Welt die Gefahr des Dominoeffektes. Im Zuge der Globalisierung findet auch eine Spezialisierung statt. Eine Region und Firma spezialisiert sich auf ein bestimmtes Gebiet, zum Beispiel die Produktion. Wenn eines der wichtigen Kettenglieder ausfällt, fallen alle anderen Steine mit. Dies zeigt sich zum Beispiel gerade in Zeiten des Coronavirus hervorragend, da die Medikamente, Atemschutzmasken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel aus China importiert werden, weswegen es durch die Auswirkungen des Viruses auf China einen Ausfall der Lieferungen nach Europa gibt. Deswegen gibt es hier wiederum einen großen Mangel an jenen Produkten, obwohl hier ebenfalls der Virus angekommen ist, in Italien vielleicht sogar inzwischen noch stärker, als er es in China jemals war – da es ja von jenen Produkten einen großen Mangel gibt.

Der Coronaviru ist ein Paradebeispiel dafür, warum man sich nicht nur auf die Produktion des Auslandes verlassen darf, sondern sicher stellen muss, das die lokale Wirtschaft einen auch autark versorgen kann. Nur so kann bei einer nötigen Isolation durch Krieg und / oder Pandemien auch der Virus aus anderen Ländern fern gehalten werden, da dann der Kontakt mit dem Land zeitweise vollständig eingestellt werden kann. Nur eine vollständige Isolation ist ein probates Mittel um Pandemien einzudämmen.

Fazit

Natürlich muss man Rohstoffe, die es woanders nicht gibt global handeln und natürlich ist es schön, wenn wir hier auch ausländische Produkte erwerben können und der Grundgedanke seinen Nachbarn näher zu kommen ist auch sehr löblich, aber es muss auch auf eine Weise gemacht werden, die auch funtktioniert.

Dei Mehrheit der hier verkaufte Lederwaren soll angeblich aus indischer Kinderarbeit stammen. Nicht gerade das, was man eigentlich erzielen wollte. Solange es verschiedene Gesetze und Regelungen in den verschiedenen Teilen der Welt gibt ist auch eine wirtschaftliche Globalisierung nicht möglich. Jene sollte vielmehr diplomatisch und edukativ durch die Annäherung von Menschen verschiedener Länder durchgeführt werden. Politik ist nun einenmal immer noch die Arbeit von Politikern und Diplomatie die von Diplomaten. Wenn man versucht Politik und Diplomatie zusammen mit Unternehmern zu machen, die dann als tragende altruistische Stützpfeiler fungieren sollen, dann funktioniert das nicht.

Ein Gedanke zu “Globalisierung – Eine Kultur erobert die Welt

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