Waffenverbot in den USA

In den USA ist es nicht besonders schwer eine Schusswaffe zu kaufen. Manchmal bekommt man sie sogar auch als Weihnachtsgeschenk vom Chef. Oder auch als Werbegeschenk für ein eröffnetes Bankkonto. Waffen scheinen dort ein Teil des alltäglichen Lebens zu sein, für uns so absurd wie die Autobahn ohne Tempolimit und legale Pyrotechnik, sowie Bier und Wein ab 16 für die Amerikaner. Die Demokraten heben bereits versucht ein Waffenverbot in der USA einzuführen und sind kläglich gescheitert. Warum ist es denn nicht möglich?

Waffen und Selbstverteidigung

Viele nennen da zum Einen das Argument der Selbsverteidigung – bewaffnete Einbrecher mit Waffen bekämpfen. Dies scheint für viele zunächst paradox, jedoch sind Schusswafefn zur Selbstverteidigung in der USA von essentieller Bedeutung. Fangen wir also einfach beim Anfang der Dominokette an.

Zu erst einmal muss bedacht werden, das es in der USA, im Gegensatz zu Europa, noch gigantische freie Gebiete gibt, in denen die Wildnis vor sich hin vegetiert. Jedoch leben sehr verstreut dort auch Menschen in Siedlungen. Somit ist es also keine Seltenheit, wenn ein Anwohner auf einen wilden Schakal oder auf einen Braunbär trifft, was – falls er keine Schusswaffe bei sich hat – seinen qualvollen Tod bedeutet. Somit lässt sich also nicht überall ein generelles Verbot einrichten. Die Vereinigten Staaten wären also zwischen zwei Ländergruppen gespalten – die, die den Besitz erlauben und die, die den Besitz verbieten.

Um sicher zu gehen, damit keine Schlepper die Waffen über die Grenzen befördern bräuchte man also Grenzkontrollen innerhalb des Landes an den Zonengrenzen. Die Vereinten Staaten wären also die „Gespaltenen Staaten“. Etwas, das sich nicht durchführen lässt.

Auch wären die Zonengrenzen unmöglich alle kontrollierbar, da es sich hier um enorm große Fäden handelt, die sich durch das Gesammte Land schlängeln und einen chaotischen Anblick wie einem verunglückten verknoteten Wollkneul auf Karten hinterlassen würden, was der Gesamtlänge der Grenzen sehr zuträglich ist.

Somit könten also Verbrecher auch in Städten an Waffen kommen – weil wenn jemand einen Mord oder Einbruch plant ist ihm wohl relativ egal ob es in dem jenigen Bundeststaat legal ist Waffen zu besitzen und zu tragen – während der unbescholdene Büger kein Recht hätte sich mit einer Pistole zu bewaffnen. Somit hätte also der Angreifer eine Waffe und der Verteidiger keine. Hier greißft nun das Argument, das Verteidiger des Waffenrechts oft anbrigen – die Waffe als Mittel der Verteidigung von bewaffneten Einrechern. Somit müssen waffen als Ende der Dominokette überall legal sein.

Art der Waffen

Jedoch ist nicht jede Waffe wirklich essentiell für die Selbstverteidigung. Keiner braucht ein für die Armee entwickeltes Maschienengewehr mit „weiß der Geier“ wie vielen Schuss pro Minute um sich damit als Rambo zu fühlen. Brauchen nicht, aber wollen. Für viele Menschen ist dies ein großartiges Gefühl der Freiheit, sich seiner Agression zu entledigen und ein Hobby, das sie mit Enthusiasmus auf Schießplätzen und entsprechenden Einrichtungen ausüben. Das Argument, es hätte doch keiner etwas von der Legalität, ist also wie beim Tempolimit ein hohn für die Entfaltungsfreiheit und Entscheidungsfreiheit des Menschen, da paternistisch davon ausgegangen wird, das der Mensch davor beschützt werden müsste sich mit Wafen gegenseitig zu ermorden. Eine Denkhaltung, die somit stringent ausgeführt auch die Entscheidungsfreiheit in der Domokratie negiert.

Natürlich gibt es in den USA, wie auch hier in Deutschland, Individuen, die die Ihnen zu verfügung stehenden Mittel nutzen um eine Vielzahl an Menschen zu töten. Diesen Ausnahmen und gefährdeten Personen ist allerdings auch der Erwerb einer Waffe strikt zu unterbiden, was durch eine Vielzahl an strikten Kontrollen sicher zu stellen ist.

Auch wäre es eine Idee, das Waffen die nicth ausschließlich zur Selbstverteidigung ausgelegt sind, in Städten und Siedlungen nicht in den privaten Wohngebieten, sondern nur in abgesicherten Einrichtungen und Schießplätzen von den jeweiligen Vereinen in Tresoren aufbewahrt werden dürfen. Ob dies jedoch wirklich durchführbar ist, ist eine andere Frage.

Natürlich gibt es auch noch das Argument, das eine Vielzahl an aufwendigen Kontrollen und Absicherungen sehr viel Steuergeld kostet, das für sinnvollere Zwecke ausgegeben werden könne. Jedoch muss man bedenken, das in einer Demokratier die Mehrheit entscheidet, und wenn es ein Verbreiteter Volkssport ist und die Mehrheit die Steuergelder dafür ausgeben will, dann hat sie auch das Recht dies zu tun. Eine Demokratie in der nur ausgewählte vom Volk getroffene Entscheidungen ausgeführt werden ist nümlich keine Demokratie, und die Demokraten die dies durchführen wollen somit keine Demokraten.

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